Flur

An Flurformen findet man auch nach der Kommassierung immer noch die Gewannflur, die Weingarten-Streifenflur und die Gutsblockflur. Typische Weinbauriede sind immer noch der Goldberg, die Satzäcker, der Weißenlehm, die Grbitza, die Poljanke (früher Lindenbach) und die Sandäcker. Bei den Waldgebieten unterscheidet man nach wie vor zwischen Urbarialwald und Herrschaftswald. Bei den großteils kroatischsprachigen bäuerlichen Grundbesitzern haben sich die kroatischen Flurnamen vollständig erhalten. Immer noch rein deutsche Flurnamen sind älter als die kroatische Zuwanderung und wurden nur zum Teil in die kroatische Umgangssprache übernommen. 

Mit der Kommassierung (außer der Weinbauriede) 1982 wurden die Grundbuchnamen geändert (in der Umgangssprache nicht verwendete wurden aufgelassen) und liegen nun offiziell teils zweisprachig, teils einsprachig vor. Die meisten kroatischen Riednamen liegen in deutscher Rechtschreibung vor, da der Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung überwiegt:
Riedname (Erklärung) Dürres Feld / Suho polje, Beim Bach / Kod potoka, Greutäcker / Krči, Am Hotter / Kod meje (Hottergrenze), Holbitze (kleine halbe Äcker), Halbe Habat (slaw. Holunder), Grbitze (slaw. Hügel), Purgeräcker / Purgarija (Bürgeräcker), Furtäcker / Na brodi, Leithaäcker / Kod Lajte, Bubanj (Hügel in Trommelform), Sandäcker / Pijeski, Lange Wiesen / Velike, Lange Äcker / Veliki lapti, Podwornitza (Hofäcker), Viertel / Frtalji, Trift / Zgon, Delitschi (slaw. Teil), Zilina (slaw. celizna=Brachfeld), Kreuzviertel / Vušivi frtalji (lausige Viertel), Krautäcker / Kod zelja, Bei der Pappel / Kod topola, Beim Bildstock / Kod pilja, Riss / Vračke, Hangäcker / Kod brazde, Über den Gräben / Prik drag, Überm Weg / Prik putaca, Triftäcker / Za zgonom, Steinbrunner Seite / Na štikapronskom, Remise (Wäldchen), Wäldchen / Kod luga, Galgen / Kod višal, Poljanke (Waldwiese), Mekota (weicher Boden), Gerissene / Zraijsani, Schanz / Na šanci, Krautgärten / Zeleni vrti.

Der Urbarialgemeinde gehören nach wie vor wichtige öffentliche Flächen (wie frühere Hutweiden) und Waldgebiete. Die Mitglieder besitzen bis zu 12 Anteile vom Gesamtbesitz, das vom regelmäßig von der Vollversammlung neu gewählten Verwaltungsausschuss verwaltet wird.
Auch der Anteil der Esterházyschen Güter an der Gesamtwirtschaftsfläche ist nicht unbedeutend: Der Besitz an Äckern beläuft sich auf 244 Hektar, an Wiesen 58 Hektar, an Wald 1714 Hektar. Die landwirtschaftlichen Flächen sind zur Gänze verpachtet, die Waldfläche wird von der Fürst Esterházy Familien-Privatstiftung Eisenstadt bewirtschaftet.