750 Jahre Hornstein 2021

Der Ort Hornstein wurde erstmals 1271 als terra zorm urkundlich erwähnt. Die Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2021 haben begonnen, Bgm. Christoph Wolf hat zu Beginn des Jahres bereits die ersten Leitlinien vorgegeben. Neben einer umfassenden Ortschronik in mehreren Teilen soll eine vielfältige Festwoche organisiert werden, die alle Facetten von Hornstein präsentiert.

Gemeinderat Dietmar Wild und Heimarchiv-Leiter Dr. Günther Stefanits haben ihre Arbeit aufgenommen. Alle Interessierten und Mitwirkenden sind herzlich willkommen bei der Mitarbeit und Mitwirkung!
Vorbereitungen der 750-Jahr-Feier im Jahr 2021

Sofort nach der Bereitschaft des Bürgermeisters Christoph Wolf, das 750-Jahr-Jubiläum unserer Heimatgemeinde würdig zu begehen, und der Vorgaben für eine Festwoche im Jahr 2021 und eine Ortschronik begannen die Vorbereitungsarbeiten für die Festschrift.

Ein interessiertes Team an Mitarbeitern konnte gewonnen werden, außerdem gab es die spontane Zusage der führenden Historiker und Volkskundler des Landes, die Arbeiten zu unterstützen.
Ende Juni traf sich das Chronik-Team zur ersten Besprechung, in welcher beschlossen wurde, eine vierteilige Chronik zu verfassen:

• Der erste Teil „Hornstein heute" soll die Gemeinde im Zustand von 2021 – Geographie, Geologie, Gewässer, Landschaft, Natur, Siedlung, Bevölkerung, Politik, Wirtschaft und Statistik – darstellen.

• Der zweite Teil „Hornstein historisch" gibt in einer Zeitleiste einen Überblick über die Geschichte Hornsteins mit Zusatzinformationen zu Einzelereignissen und ortsgeschichtlichen Entwicklungen.

• Der dritte Teil „Hornstein einst und jetzt" bringt eine bildliche Gegenüberstellung alter und neuer Dorfaufnahmen, Ansichtskarten und Landkarten in einem eigenen Bildband.

• Der vierte Teil „Hornstein in Bild und Ton" wird als DVD und Audio-CD Film- und Videoaufnahmen wichtiger Ereignisse in Hornstein, Toninterviews, Sprüchen und Liedern enthalten; dabei wird natürlich gebührend die Mehrsprachigkeit in Hornstein berücksichtigt werden.

Beim zweiten Treffen des Chronik-Teams Mitte September wurden bereits die einzelnen Themen vorgestellt und an interessierte Autoren vergeben; das bedeutet, dass bereits fleißig an der Chronik gearbeitet wird. Was den vierten Teil betrifft, hat der Herr Bürgermeister bereits Verhandlungen mit dem ORF Burgenland über die Verwendung von Hornsteiner Aufnahmen eingeleitet.

Gründung eines Festkomitees

Ende September wurden auch die Obleute aller Hornsteiner Vereine über die geplanten Feierlichkeiten informiert und um ihre Mitarbeit gebeten. Es wird zur Gründung eines Festkomitees kommen, welches unter Leitung von GR Dietmar Wild ein Festprogramm ausarbeiten und vorbereiten wird. Ein möglicher Höhepunkt wäre eine Ausstellung Hornsteiner Objekte aus Privatbesitz und aus den Beständen des Landesmuseums – vielleicht könnte man auch die „Hornsteiner Stube“ aus dem Museum in Ödenburg als Leihgabe erhalten. Was die Beiträge der Vereine zur Chronik angeht, werden die Vereine rechtzeitig um ihre aktuellen Daten bezüglich Gründung, Entwicklung, Mitglieder und Veranstaltungen gebeten werden.

Für die Zukunft stehen weitere Besuche der Team-Mitglieder von in- und ausländischen Archiven auf dem Programm, um sich möglichst detailliert über Hornsteiner Ereignisse zu informieren. Die Zeitleiste des zweiten Teils ist so gut wie fertig, ebenso wie die bildliche Gegenüberstellung des dritten Bandes. Die Einzelartikel sind fast alle bereits in Arbeit; die Aufnahmen für den vierten Teil werden bereits gesammelt. Einzig der erste Teil wurde noch nicht begonnen, um die Aktualität des Ist-Zustandes 2021 zu sichern.

Marktrecht der Marktgemeinde Hornstein

Eine Erstausstellung des Marktrechts vor 1540 wird von manchen Historikern angenommen, von anderen bezweifelt. Hornstein wird vor 1651 immer wieder als „oppidum“ = Kleinstadt, Marktort bezeichnet.

Die erste dokumentierte Erteilung des Marktrechts stammt vom 4. August 1651 und wurde vom Hornsteiner, damaligen Grundherrn Franz III. Nádasdy, beantragt und von Kaiser Ferdinand III. (gleichzeitig König von Ungarn) gewährt.

Da diese Urkunde durch einen Brand verloren ging, suchte die damalige Hornsteiner Gemeindevertretung im Jahre 1844 bei Fürst Paul III. Anton Esterházy um Unterstützung bei der Wiedererlangung des Marktrechts an. Kaiser Ferdinand V. gewährte der Gemeinde am 5. September 1844 die Bitte.

Schließlich verlieh die Burgenländische Landesregierung mit Beschluss vom 14. Juli 1971, Zl. LAD-1420-1971, der Marktgemeinde Hornstein das Ortswappen.